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LIVE & WEAR

16.03.2018

«MAN SOLLTE SICH NICHT ZU STARK VOM MAINSTREAM ABLENKEN LASSEN»

Treger setzt auf Retro-Träger

Seit sieben Jahren produzieren Anna und Markus vom Atelier Treger Hosenträger. Ihr Weg war nicht immer leicht. Rückschläge kontern sie mit viel Energie, Herzblut und zahlreichen Überstunden. Stolz verkaufen sie ihre Produkte im Ladenlokal an der Bruchstrasse in Luzern. Zu den Hosenträgern gesellten sich später auch Accessoires, Anzüge und Kleidung für Damen und Herren. Der Sinn für das Klassische vereint das Sortiment.  Wichtig sind Anna und Markus Qualität, Schweizer Produktion und ein gutes Arbeitsklima.

Was ist Atelier Treger?
Atelier Treger ist ein Ort für feine Herrenanzüge und Accessoires, wie zum Beispiel Hosenträger oder Fliegen im Retro-Stil. Atelier Treger ist aber auch Ort der Produktion. Was es bei uns definitiv nicht gibt, sind Produkte aus «Billiglohnländern».

Wie seid ihr auf die Idee gekommen, Hosenträger zu produzieren? 
Meine Partnerin ist Schneiderin und wir starteten vor etwa sieben Jahren mit Hosenträgern und handgemachten Kleidern. Die Nachfrage nach unseren Produkten und das mediale Interesse motivierten uns dazu, ein eigenes Label zu gründen.

Ab wann wusstet ihr, dass das funktionieren könnte?
Sicher waren wir uns erst ungefähr ab dem fünften Geschäftsjahr.

Habt ihr Angst vor Nachahmern?
Unsere Produkte sind ja nicht neu erfunden, daher gab es eigentlich vorher schon «Nachahmer». Inzwischen haben sind wir aber so aufgestellt, dass wir verschiedene kleinere und grössere Nischen abdecken können. 

Gab es Rückschläge?
Es gab schon diverse Rückschläge. Meine Partnerin fällt wegen zu grosser Belastung zum dritten Mal für Monate aus. Ausserdem musste ich während zwei Jahren noch zusätzlich als Elektriker arbeiten, um finanzielle Schwankungen zu überbrücken.  


Wie entwickelt ihr eure Ideen weiter?
Durch die Vielfalt an Accessoires gelangen wir immer wieder in neue Verkaufskanäle. Und unser Bekleidungssortiment wird laufend mit weiteren Kleidungsstücken wie Trenchcoats oder Pullovern ergänzt. Dabei haben wir keine externe Hilfe, sondern profitieren von unserem grossen Erfahrungsschatz und wachsen an unseren Fehlern.

Wieso braucht die Welt Treger?
Weil jeder Mensch Kleider braucht. Weil bei Treger das Bewusstsein für die Schweizer Produktion an oberster Stelle steht und wir damit dem Trend zum Einkaufstourismus für Kleider zu Dumping-Preisen ein wenig entgegenwirken wollen. Und weil wir bei Treger für ein altes Kunsthandwerk einstehen und den Menschen unsere Arbeit auch zeigen.

Wie kommt man auf gute Ideen?
Es ist wichtig den Markt und die Menschen zu beobachten. Aber man sollte sich dennoch nicht zu stark vom Mainstream inspirieren und ablenken lassen.    

Was nimmt euch die meiste Arbeit ab?
Digitale Schnittmuster und Systeme in allen Arbeitsbereichen erleichtern unser Leben. Das Allerwichtigste jedoch ist eine gute Stimmung im Team.

Wie sieht euer Arbeitsplatz aus?


Hört ihr Musik beim Arbeiten?
Während der Produktion hören wir oft Radio Paradise und das lokale nichtkommerzielle Jugendradio 3Fach. In der Boutique läuft manchmal Musik aus der Zeit der 20er bis 50er Jahre.

Was wollt ihr als nächstes erreichen?
Wir wollen weiterhin die wirtschaftlichen Ziele des Unternehmens verfolgen und unsere gute Gesundheit beibehalten.

Was muss man bei euch in Luzern unbedingt erleben/kaufen/sehen?
Unser Atelier sollte man natürlich gesehen haben. Besonders empfehlenswert sind ausserdem Spaziergänge auf den Sonnenberg und um den Rotsee.

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COOK & SHARE
Für die Süsse und die Würze im Leben

Also beschlossen sie, ihn selbst herzustellen. Sie experimentierten mit Mischungen, die Nachfrage wuchs, und mittlerweile ist aus ihrer persönlichen Vorliebe ein kleines Unternehmen geworden. Selbstverständlich stammen Tee und Gewürze aus fairem und nachhaltigem Anbau. Und um nicht maschinell produzieren zu müssen, betreiben die beiden zum Mahlen und Mörsern ihrer Gewürze eine Velomühle.

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Lebensmittel direkt vom Erzeuger

Dann gehen frische und nachhaltig angebaute Lebensmittel aus Indien oder Peru auf die Reise in die Schweiz – mit klarer und denkbar kurzer Lieferkette, fairem Lohn für die Erzeuger und dem guten Gefühl, genau zu wissen, woher das eigene Essen kommt.