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DRIVE & DISCOVER

16.10.2018

«IN UNSEREM LADEN SPRECHEN WIR NICHT VON TECHNIK, SONDERN VON FUNKTIONALITÄT»

Zeitlose Velos für ein ganzes Leben

Fahrräder müssen nicht nur übertechnisierte Sportgeräte sein. Und genausowenig sollen sie nur reine Fortbewegungsmittel sein. Sondern elegante, zeitlose und vor allem funktionale Fahrzeuge, an denen ihre Besitzer möglichst lange Freude haben. Das ist die Vorstellung von Velonauta-Gründer Alberto Friedrich. In seinem Laden in den Zürcher VIADUKT-Bögen bietet er seiner anspruchsvollen Kundschaft genau solche Velos – und den besten Service dazu, den man sich vorstellen kann.


Was ist Velonauta? Und was genau nicht?
Velonauta ist ein klares Konzept: Schöne Velos für den urbanen Einsatz. Wir sprechen Kunden an, die mehr als nur ein ‘Werkzeug’ haben wollen, das Sie von A nach B bringt. Unsere Räder kommen von kleinen und selektierten Herstellern aus dem europäischen Umland. Wir sind kein Massenware-Verkäufer.

Wer hatte die Idee dazu und wie ist er/sie darauf gekommen?
Die Idee kam vom Inhaber (Alberto Friedrich), der nach langem Arbeiten in der ‘Corporate World’ seiner Leidenschaft nachgehen wollte. Heute sprechen 95% der Velohändler entweder den technikfaszinierten Kunden oder den Schnäppchenjäger an. Dementsprechend ist die Beratung und die Gestaltung der Läden. In unserem Laden sprechen wir nicht von Technik, sondern von Funktionalität. Wir wollen eine angenehme Atmosphäre kreieren, damit der Kunde und speziell Kundinnen sich bei uns wohlfühlen. Keine Velos nebeneinander gereiht wie dort, wo man Massenware kauft, und keine hochtechnischen Gespräche, die meistens nur einen Bruchteil der männlichen Kundschaft interessieren könnte.

Wieso ausgerechnet Fahrräder? Und dann gleich so spezielle Fahrräder? Denn wie einfache Fortbewegungsmittel sehen Eure Räder nicht aus – eher wie zweirädrige Schmuckstücke.
Es mussten Räder sein, weil ich seit meiner Kindheit nichts anderes im Kopf hatte als Räder. Aufgewachsen in einer Molochstadt wie Buenos Aires (Argentinien), war ich von klein auf von der Freiheit und später von der Mobilität des Fahrradfahrens fasziniert. Ich habe Patagonien jeden Sommer für mehrere Monate auf dem Velo durchkreuzt und bin in den milden Wintern rund um Buenos Aires und nach Uruguay gefahren. Daher steht bei mir neben dem Sinn der Ästhetik auch die Funktionalität sehr im Fokus. Ein gutes Fahrrad ist die Reduzierung aufs Wesentliche. Und das können für eine Person ein Rahmen, zwei Räder und Bremsen sein und für andere die volle Ausstattung: Licht, Schutzblech, Gepäckträger, Scheibenbremsen.

Dabei gilt eine Maxime bei uns: das Velo muss neben der Funktionalität einen besonderen Sinn für Design, Zeitlosigkeit, Eleganz und Exklusivität haben. Wenn das nicht alles zusammenpasst, dann kommt das Rad nicht in unserem Sortiment.


Wie sah der erste Schritt zur Verwirklichung der Idee aus? Wie fängt man also damit an, Fahrräder zu verkaufen? Und wie viele Fahrräder kauft ein normaler Kunde so in seinem Leben? Denn das ist ja sicher nicht wie bei den Autos, die alle drei Jahre neu geleast werden?
Der erste Schritt für mich war, dem sicheren Job in einer grossen internationalen Firma den Rücken zu kehren. Dann ging es darum, Kontakt zu den Herstellern schöner Räder herzustellen. Das ging über Messen oder auch persönliche Besuche in deren Werkstätten.
Als das Grundsortiment stand, ging es darum, eine passende Ladenlokation zu finden. Mit den VIADUKT-Bögen hatten wir unsere ideale Bleibe gefunden. Mitten in Zürich und in einem Quartier, das sich rasant verändert und das die moderne urbane Kultur Zürichs am besten zum Ausdruck bringt. Das ist das Zürich der Zukunft, und da wollen wir sein.
Unsere Kunden kaufen sich alle ein Rad für ein Leben oder für viele Jahre. Hier geht es genau um das Gegenteil vom IKEA / H&M-Prinzip: Billige und kurzlebige Produkte, die ‘konsumiert’ werden, um schnell mit neuen ‘modischen’ Produkten ersetzt zu werden.
Unsere Räder sind vom Design aus klassisch und somit zeitlos. Das heisst jetzt nicht retro, sondern klare Linien, fokussierte Zweckmässigkeit, hohe Qualität von Rahmen und Komponenten.

Wer gehört heute zum Kernteam?
Sebastian Pils und Alberto Friedrich

Gibt es neben den Fahrrädern auch noch was anderes bei Euch?
Wie oben erwähnt auch noch Zubehör für den urbanen Velonauten. Und natürlich auch den besten Kaffee von unserer neapolitanischen Handhebel-Kaffeemaschine.


Wie sieht das aus, wenn Ihr ein neues Modell aufnehmt? Könnt Ihr immer mit allem leben, was die Hersteller zu bieten haben? Oder nehmt Ihr auch selbst Einfluss?
Wir müssen natürlich sehen, dass unser Sortiment alle Bedürfnisse unserer Kunden abdeckt. Wir haben die gemütlichen Fahrer. Die wollen ein Rad, um komfortabel von A nach B zu fahren. Dann die sportlichen Fahrer - Hier soll das Rad möglichst leicht und schnell sein. Oder die Pendler: diese fahren jeden Tag und egal bei welchem Wetter zur Arbeit. Die Räder, die sie benötigen, müssen komplett ausgestattet sein: Schutzblech, Licht, Gepäckträger, Schloss.
Im Kern aber erwarten alle Kundengruppen dasselbe von uns: Schöne, robuste und speziell wartungsarme Velos. Unser Kunde ist in der Regel nicht der ‘Bike-nerd’, der täglich Veloblogs und Velolifestyle-Websites konsumiert. Unsere Kunden schätzen das Schöne, Langlebige und Zeitlose, haben aber viele andere Interessen als primär Velos in ihren Leben.

Wieso braucht die Welt Räder wie die Euren?
Weil es die schönsten und funktionalsten Räder der Welt sind. Und natürlich weil sie Sebastian und Alberto als Ansprechpartner für alle ihr Velobedürfnisse zur Verfügung haben. :-)

Was nimmt euch die meiste Arbeit ab? 
Zum einen ist da die Beratung, die uns extrem wichtig ist. Wir nehmen uns für jeden Kunden alle Zeit, die nötig ist, um sicherzustellen, dass der Kunde genau das richtige Rad für sich aussucht. Service ist in diesem Prozess ein essentieller Part: hier geht es ja schliesslich nicht um ein T-shirt oder eine Hose. Wir verkaufen ein technisches Produkt, das auch Pflege braucht. Deshalb bieten wir den kompletten Service für alle Räder, die wir bei uns verkaufen. Das heisst auch, dass wir keinen Service für Räder bieten, die nicht in unserem Sortiment sind. Wir wollen fokussiert für die Bedürfnisse unserer Kunden arbeiten.

Wie kommt ihr auf neue Ideen? Woher bekommt Ihr Inspiration, wenn Ihr organisatorisch oder ideell in einer Sackgasse steckt? Gibt es da eine Best Practice? 
Da wir selber Radfahrer sind (sowohl im sportlichen wie im täglichen Leben), setzen wir uns dauernd mit den Anforderungen des Velofahrens auseinander. Was braucht es, um schnell von A nach B zu kommen? Wie sieht es mit der Sicherheit aus? Sind die Bremsen verlässlich im starken Regen? Wenn es schneit und Minustemperaturen herrschen: Funktionieren die Lichter und die Gangschaltung? Das ist unser Leben.
Wir gucken natürlich auch über den Tellerrand hinaus und lassen uns von anderen designaffinen Branchen inspirieren. Architektur, Möbel, Mode, Kunst, Sport, alles Sachen, die uns täglich inspirieren.
Wir gucken auch, was der Wettbewerb macht. Da gibt es ein paar ganz feine Läden in Deutschland, England, Frankreich, Dänemark, USA und Japan.
Wir bewegen uns glücklicherweise in einem Freundeskreis, der uns immer wieder Inputs zu Fahrrädern und urbaner Kultur gibt.

Wie sieht euer Arbeitsplatz aus?


Was sind eure nächsten Projekte?
Wir arbeiten stark daran, unser E-Bike-Sortiment auszuweiten. Wir habe jetzt schon 3 Marken an E-Bikes, aber wir wollen auf 5 kommen, da die E-Bike-Nachfrage stark angestiegen ist.
Das Gute an der Thematik ist, dass es unzählig viele E-Bike-Hersteller gibt, viele davon mit sehr guten Velos. Die Herausforderung ist aber, schöne und exklusive Hersteller zu finden, die zu uns und den Anforderungen unserer Kunden passen. Wir sind dran!

Habt ihr nebenbei noch andere Jobs?
Alberto Friedrich: NEIN. Ich investiere 100% meiner Zeit in diese Leidenschaft.
Sebastian Pils: Ich arbeite hauptsächlich bei Velonauta, aber auch immer wieder an Projekten rund um Grafikdesign.


Welche 3 Sachen empfiehlt ihr Freunden bei euch in der Region zu tun/essen/erleben/kaufen?
Eine Pizza beim Rosso bei uns ums die Ecke. Best Pizza in town.
Für die Sportlichen ein Ritt mit ihrem Mountainbike auf dem Uetliberg.
Hauptsächlich aber in aller Ruhe und Freude die Stadt mit ihren Velos zu erkunden. Zürich ist kompakt und daher die ideale Stadt, um mit dem Velo schnell und gesund überall hinzukommen.

Hört ihr Musik beim Arbeiten? Was denn (Top 5 Playlist)?
Natürlich:

  • Jazz: die Jazz-Grössen der 60-70er Jahre. Herbie Hancock, Quincy Jones, John Coltrane, Miles Davis, Art Blakey, Jimmy Smith, Dave Pike Set, Ramsey Lewis Trio, Buddy Rich, Les McCann, George Benson, Chet Baker, Donal Byrd, Billy Cobham, Carl Tjader, Billie Holiday.
  • Country: Bob Dylan, Jonny Cash, Townes van Zandt, Tony Joe White, Neil Young, Lee Hazelwood, Credence Clearwater
  • Latin-Schnulzer - Julio Iglesias
  • Indie - Devendra Banhart, Element of Crime, M. Ward, Little Wings, Jan Delay, Withest Boy Alive, Bon Iver, International Pony, Cody Chesnutt, Freundeskreis, Ween, Beastie Boys
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Echte Feintäschnerei aus Italien

100 % Made in Italy ist bei Taschen heute seltener, als man glauben möchte. Bei Laura von Hagens Label Lahara stimmt diese Angabe jedoch durch und durch: Das für ihre Taschen verwendete, pflanzlich gegerbte Leder stammt aus Italien, und auch die gesamte Produktion findet in einem spezialisierten Handwerksbetrieb in Italien statt. Modernes, zeitloses Design mit funktionalem Charakter steht bei Lahara im Vordergrund – damit aus allen Taschen echte Lieblingsstücke werden, die man nicht schon nach einer Saison wieder aussortiert.

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Gemeinsam mit der Initiative DRINK & DONATE arbeitet das Team von FILL ME bottle an seiner Vision: Weniger Wasser in Flaschen zu kaufen und mehr Schweizer Leitungswasser zu trinken – denn Leitungswasser ist das am besten kontrollierte Lebensmittel der Schweiz. Zweck des Ganzen ist, den Import von Trinkwasser in Plastikflaschen zu begrenzen. Zudem werden mit einem Teil des Erlöses gleichzeitig Trinkwasserprojekte in Ländern unterstützt, in denen der Zugang zu sauberem Wasser nicht so selbstverständlich ist wie in der Schweiz.

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Fashion Revolution International: Für fairere und nachhaltigere Mode

Seit drei Jahren gibt es den Schweizer Ableger von Fashion Revolution International – insgesamt hat die globale Bewegung bereits mehr als 2,5 Millionen Mitgliedern in über 100 Ländern. Alle eint ein gemeinsames Ziel: Zu erfahren und öffentlich zu machen, unter welchen Umständen die Modeindustrie unsere Kleidung produziert. Und über das dadurch aufgebaute Bewusststein einen Anstoss für eine Verbesserung der Verhältnisse zu geben – vor allem bei den Rohstoffproduzenten und den Arbeitern in den grossen Textilfabriken Asiens. Mitmachen kann jeder – sogar ganz einfach.