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LIVE & WEAR

20.11.2018

«ICH WILL NORMEN BRECHEN»

Interdisziplinäres Textildesign

Regina Pereto hat schon einige Erfahrung in der Textilbranche gesammelt, als sie 2013 ihr eigenes Label Vista Textiles gründet. Unkonventionelle Farbkombinationen und überraschende Muster findet man in ihren Kollektionen, und ihre offene und unkonventionelle Herangehensweise an das Thema Textildesign ermöglichen es ihr, echte Textilkunst zu schaffen.

Was ist Vista Textiles, was nicht?
Textildesign auf verschiedenen Trägern und Untergründen.

Wer hatte die Idee dazu?
Ich selber. Ich habe Bildende Kunst  an einer Kunstakademie in SãoPaulo und Textildesign in der Schweiz an der Textilfachschule Wattwil-SG studiert. Als Textildesignerin habe ich bei der Firma Creation Baumann gearbeitet und dabei über 15 Jahre Textildesign, Farbzusammenstellungen und Colorierung, Lasercut und Gewebe entwickelt.

Wer steckt heute dahinter?
Ich – only me.


Gab dir der Stoff auch die Inspiration für den Namen Vista Textiles?
Ja, vista bedeutet VIEW (auf portugiesisch), und schöne views/ Aussichten inspirieren mich.

Woher kommt die Inspiration für deine Muster?
Alltagsszenen, eine Kunstperformance, eine Ausstellung, ein Bild in einem Film im Kino, Architekturelemente, die Verpackung von Süssigkeiten, die Kacheln auf einer Wand, Blumen an einem Marktstand, die Kleidung von Menschen in Cafés, Musikvideos, so viel mehr….

Wie wichtig ist es dir zu verstehen, woher deine Stoffe kommen?
Sehr, sehr wichtig. Da ich nur mit natürlichen Fasern arbeite (Seide und Baumwolle), muss ich deren Herkunft genau kennen. Und als langjährige Designerin in der Textilbranche ist es ein absolutes Muss, das Wo, Wie und Was zu kennen.

Du achtest auch auf eine faire Produktion?
Ja. Ich arbeite da eng mit meine Lieferanten zusammen und verfolge alle Prozesse genau.

Gibt es Muster, für die ein bestimmtes Textil besser geeignet ist als andere?
Nein, für mich nicht. Ich will Normen brechen.


Du bist schon eine Weile im Business, richtig? Kannst du uns ein wenig über deinen Werdegang erzählen?
Mehr oder weniger. Let’s go:
Kunstakademie in São Paulo, STF Schweizerische Textil Fachschule Wattwil-SG, dann Praktikum bei verschieden Textilfirmen in der Schweiz wie Gessner, Lantal, Weissbrod. Ich habe Creation Baumann AG, dann bei Sander AG gearbeitet. Und erst seit 2013 bin ich selbständig.

Wieso wolltest du dich selbstständig machen?
Damit man bei mir unkonventionelle Farbkombinationen und Muster finden kann. Die Entscheidung, kleine Serien und special editions zu machen, ist mir auch wichtig.

Und wie läuft die Selbstständigkeit? Gibt’s Hochs und Tiefs?
Wie bei jeder Person, die selbständig im Kunst/Designbereich ist: das Leben ist ein roller coaster. But I like it.


Stehen interessante Projekte bei dir an?
Ja, im Moment arbeite ich an einer Kollektion aus 100% Seide aus Brasilien .
In Japan habe ich von einer japanische Kolonie in Brasilien gehört – sie sind in São Paulo und produzieren dort tatsächlich Seide!

Wenn deine Muster Musik wären, wie würden sie klingen? 
Das überlasse ich meine Kunden. Man kann von Gustav Mahler über Bossa Nova, Jazz und Rap alles bei mir finden.

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