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COOK & SHARE

20.06.2019

«Was für eine Frage, Essen ist einfach lebenswichtig!!! Und wenn es schon lebensnotwendig ist, dann kann es auch qualitativ hochstehend, gesund und kreativ sein.»

Vom Lagerfeuer zu den nicht tierischen Eiweissen

Es war einmal eine kalte Winternacht um die Weihnachtszeit. Patrick Marxer war über ein Stück Lachs so enttäuscht, dass er kurzerhand mitten im Wald sein Zelt aufschlug und die ganze Nacht seinen eigenen Lachs über dem Lagerfeuer räucherte. Seither hat es sich der gelernte Mikrobiologe zur Aufgabe gemacht, mit seinem DasPure ökologische Delikatessen auf den Markt zu bringen. Was ihn weiter antrieb, DasPure zu gründen, erklärt er hier.

Was wolltest du als Kind werden?
Als Kind hatte ich keine grossen Berufsträume. Meine Familie betreute Schafe auf einem kleinen Stück gepachtetem Land und ich hätte mir gut vorstellen können, als Bauer mein Leben zu bestreiten. Leider besassen wir keinen eigenen Bauernhof, was den Plan verkomplizierte. Aber ich war ständig im Wald, weil ich die Natur liebe. Deshalb machte ich auch eine Schnupperlehre beim Förster mit der Idee, die Ausbildung zu absolvieren. Es kam aber anders. 

Wie bist du zum Essen bzw. DasPure gekommen? Was hast du vorher gemacht?
Was für eine Frage, Essen ist einfach lebenswichtig!!! Und wenn es schon lebensnotwendig ist, dann kann es auch qualitativ hochstehend, gesund und kreativ sein. Ursprünglich war ich Laborant in der Mikrobiologie und schon als junger Mann faszinierte mich die Möglichkeit, Fisch und Fleisch (und andere Lebensmittel) zu veredeln. Bis zur Gründung von DasPure tat ich das 30 Jahre lang als Hobby. Schlussendlich war es ein kleiner Schritt bis zur Selbstständigkeit.

Vom Hobby zum Berufswursten

Wie sieht dein Arbeitstag aus? Grob in Stichworten...
Ca. um 5 Uhr aufstehen: Ich brauche einige Stunden, wo ich mich allein mit etwas auseinandersetzen kann (z.B. Kopffragen beantworten). Ab 08:30 Uhr: Tagesbesprechung mit den Mitarbeitern, Produkte entwickeln, Lieferantenkontakte, Kundengespräche, Beratung und Besuche, Büroarbeit, Lieferungen, Recherche und Planung. Um 18:00 Uhr versuche ich Zuhause zu sein und einfach einen ruhigen Abend mit meiner Frau zu geniessen. Oder ich recherchiere und lese noch was. Ich bin sehr gerne um 22:00 Uhr im Bett.

Was liebst du an deiner Arbeit?
Die tägliche Verantwortung, Kreativität und Herausforderung, eine Idee in Realität umzusetzen.

Welchen Herausforderungen begegnest du und wie?
Als Kleinstbetrieb sind wir immer gefordert, unsere Produktepalette weiterzuentwickeln und den Trends voraus zu sein. Das und die tägliche Verbesserung der Qualität und das Halten der hohen Standards sind die grössten Herausforderungen an DasPure. Nur so haben wir eine Daseinsberechtigung auf diesem Markt.

Was ist dein erster Gedanken am Morgen nach dem Aufstehen?
Wie ist wohl das Wetter heute?

Patrick mit Wettergedanken

Was antwortest du, wenn dich jemand abends fragt, was du den ganzen Tag gemacht hast?
Besser nichts, da es sonst meist zu einem Monolog ausartet und ich dann sehr lange über DasPure rede und was wir dort machen.

Was fällt dir zu «Work-Life-Balance» ein?
Die Definition lautet «ausgewogenes Verhältnis zwischen beruflichen Anforderungen und privaten Bedürfnissen zu pflegen». Ich würde sagen, solange ich bei der Arbeit und im Privatleben glücklich bin, stimmt auch die Work-Life Balance. Ist dies nicht mehr der Fall, liegt es an mir, dies wieder auszugleichen. Im Weiteren sind Kinder und vor allem Grosskinder eine super Therapie.

Wie gehst du mit Stress um und wie mit Langeweile?
Ich sehne mich des Öfteren nach etwas Langeweile, weil ich die nie habe! Stress empfinde ich, wenn ich etwas machen muss, dass mich überfordert und ich nicht gerne mache. Stress abbauen, würde bedeuten, meine Haltung gegenüber der stressigen Sache zu ändern und mich frühzeitig damit zu befassen. Tönt super, gelingt mir aber nicht immer.

Wenn Fleisch, dann nur DasPure: Schweizer Fleisch aus gesunder und tiergerechter Haltung.

Wie verbesserst du die Welt?
Die Welt verbessern klingt für mich unbescheiden. Viel relevanter für mich ist die Frage, wo kann ich mich engagieren, damit ich meiner Verantwortung gegenüber den nächsten Generationen nachkomme. Da gibt es einiges, zum Beispiel:

  1. Meinen Fleischkonsum auf maximal zweimal pro Woche zu beschränken und wenn, dann nur Schweizer Fleisch aus gesunder und tiergerechter Haltung.
  2. Bewusster Umgang mit Ressourcen aller Art.
  3. Im DasPure die Veredelung von pflanzlichen Eiweissen fördern. 
  4. Ein sozial verantwortungsvoller Arbeitgeber sein.


Wie oder was würdest du ändern, wenn du könntest?
Wir brauchen eine sozialere, vorausschauende Wirtschaft, um das Verhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer in eine nachhaltigere, gegenseitige Verantwortung gegenüber Betrieb, Gesellschaft und Umwelt zu rücken! GERECHTERE PREISE FÜR ÖKOLOGISCHE LEBENSMITTEL unter Berücksichtigung von sozialen und umweltpolitischen Aspekten. Die Förderung der Diversität, des Tierwohls und überhaupt eine zukunftsweisende, umweltschonende Lebensmittelproduktion in das Bewusstsein aller zu rufen. 

Wo und was wirst du in zehn Jahren tun?
Ich hoffe, immer noch im DasPure zu arbeiten. Unsere 10-Jahresplanung sieht vor, dass wir 50% unseres Umsatzes mit der Veredelung von nicht tierischen Eiweissen erwirtschaften.

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