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PLAY & CREATE

15.02.2019

«Der Weg ist das Ziel. Nicht das Endprodukt steht im Vordergrund, sondern der Prozess.»

Von Kind zu Kind

Kreativitätsförderung für Kinder ist die Idee hinter KILUDO, dem von Annette Gröbly gegründeten, digitalen Magazin. Es bietet ein kreatives Rundum-Paket für die ganze Familie, in dem der Inhalt von Kindern für Kinder selektioniert und entwickelt und von Annette ansprechend aufbereitet wird.

Was ist KILUDO und was nicht? In ein, zwei Sätzen…
KILUDO ist ein digitales Magazin für Familien – ein Rundum-Kreativ-Paket mit Basteln, Spielen, Experimenten, Rezepten, Kinderliedern zum Herunterladen und Tipps für kulturelle Veranstaltungen. Das Einmalige am KILUDO ist, dass es von Kindern für Kinder gemacht ist und das Resultat nicht perfekt sein muss.
KILUDO ist nicht: Mustergültiges Katalogbasteln oder Gestalten, bei dem die Eltern am Ende alles alleine machen. Sondern alle Ideen sind von Kindern zwischen 3-10 Jahren vorgetestet und umgesetzt und regen das freie Gestalten und die Fantasie an, sodass die Eltern viel von den Kindern abgucken können.

Wer hatte die Idee dazu? 
Gegründet wurde KILUDO von Annette Gröbly aus dem eigenen Bedürfnis nach mehr Kreativitätsförderung für Kinder, weil sie kein Magazin fand, das inhaltlich und ästhetisch etwas hergab, ohne dass irgendein Plastikspielzeug auf dem Titelblatt thronte.

Unentbehrlich für die gelungene Geburtstagsparty: Konfettikanonen!

Warum ein digitales Magazin? Gibt es auch eine analoge Version? 
Online, weil dies die heutige, ökologische Kommunikationsform und auch die Abokosten sehr tief hält. Falls jemand trotzdem Ideen drucken möchte, sind unsere PDF für Tablet und Computer optimal. Wir überlegen uns immer wieder, auch eine analoge Version anzubieten. Allerdings stehen wir dann vor der Herausforderung, eine technisch überzeugende Lösung zu finden, die print-on-demand flächendeckend und kosteneffizient anzubieten kann. 

Bei KILUDO geht es primär um basteln und die eigene Vorstellung von Kreativität und Lernkonzepte. Könnt ihr beides knapp umreissen? 
Der Weg ist das Ziel. Nicht das Endprodukt steht im Vordergrund, sondern der Prozess. Wir haben an uns selbst und unseren Kindern beobachtet, dass es sehr wichtig ist, offline die Kreativität zu fördern – gerade in Zeiten der Digitalisierung. All unsere Kreativanleitungen wurden analog von Kindern gestaltet und gebastelt und von unserer Fotografin im Studio inszeniert. Dies unterscheidet uns von anderen Bastel-Quellen, bei denen fast immer Erwachsene für Kinder basteln, was die Kleinen frustriert. Aber mit unseren Anleitungen können sie stolz auf sich selbst sein, weil ihre Kreationen ihren eigenen Charakter erhalten.

Bastelideen und jede Menge Inspiration zum Experimentieren und Spielen.

Was gibt es zum Layout zu sagen?
Wir arbeiten und basteln gerne kreativ und regelbefreit, achten aber beim Magazin sehr auf ein klares Layout und ästhetische Bilder. Wir fotografieren alles selbst und legen bei der Produktion viel Wert darauf, dass die Bilder und Grafiken vielseitig und ansprechend rüberkommen. Unsere Designsprache ist klar und einladend, aber auch fantasievoll und vor allem bunt.

Wie sah der erste Schritt zur Heftgeburt aus und was war die grösste Hürde, die es zu überwinden galt?
Ganz pragmatisch: 1. Businessplan erstellen. 2. Einbezug von Experten (PHZ, Pädagogen, Schulen, Eltern, Kinder) und Erstellung eines Lernkonzepts. 3. Umsetzung der ersten Ausgabe und gleichzeitig Kooperationspartner suchen. 4. Resultat: Digitales Kreativmagazin ohne Werbung, weil zurzeit durch Abos finanziert. Grösste Hürde: Finanzierung. Es arbeiten viele kostenlos mit oder mit kleinem Salär, da sie hinter der Idee stehen und KILUDO cool finden.

Wer gehört heute zum Kernteam? 
Annette Gröbly Frei, Ági Bärlocher, Nicole Eisenring (Grafik), Colette Nussbaum (Text) und Claudia Vonchristen (Fotos). Plus ein extensives Netzwerk aus Pädagogen, Eltern und Kinder.

Einblick in die aktuelle Kiludo-Ausgabe

Wie entscheidet ihr euch für die Ideen, Thema einer Ausgabe?
Der Ideenfluss läuft bei uns im Team super. Wir haben witzigerweise oft die gleichen Ideen und ergänzen uns auch sehr gut. Viele Inspirationen kommen über unsere Pädagogen, aus unserem Fundus, aus alten Bastelbüchern oder wir entwickeln sie selber. Meistens haben wir viel zu viel Inhalt und dürfen reduzieren. Was aber auch gut ist, denn nur so bekommt bestmögliche Qualität eine Plattform bei uns. Das Thema entscheiden wir ein halbes Jahr im Voraus. Zum Teil ändern wir dieses aber auch kurzfristig oder passen das Thema saisonal an oder stimmen es auf einen bestimmten Anlass ab und suchen gezielt nach passenden Geschichten, Musik oder Hörspiele.

Wieso braucht die Welt euer Magazin?
Gerade heute, wo die Zeit rennt und die Familienfahrpläne voll mit Schule, Hobbys und Sport sind, ist es uns wichtig, mit KILUDO eine Möglichkeit zu bieten, einmal durchzuatmen und den Kindern Inspirationen zu liefern, die fernab vom i-Pad oder Netflix sind. Es soll Familien auffordern, der Fantasie ohne Erwartungshaltung und Druck freien Lauf zu lassen. Somit haben alle etwas davon und mit den Anleitungen von KILUDO kann man mit einfachsten Mitteln loslegen, ohne zuerst mit einer endlosen Einkaufsliste durch die Stadt hetzen zu müssen. 

Was sind eure nächsten Projekte?
Die Winterausgabe mit vielen spannenden Kreativideen rund um weihnachtliche und winterliche Basteleien. Sowie viele andere, kleine Projekte, welche regelmässig reinschneien, weil immer wieder Kinder auf uns zukommen mit Magazinideen, die wir selbstverständlich mit Handkuss annehmen.

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