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LIVE & WEAR

03.03.2018

«UNSERE KUNDEN SOLLEN WISSEN, DASS ECHTE HANDARBEIT IN UNSEREN PRODUKTEN STECKT. »

WerkDorf bändigt Naturleder

Florian Halbwachs kam beim Restaurieren von alten Fahrrädern auf die Idee, Fabrikate aus vegetabil gegerbtem Leder herzustellen. Was mit einem Sattel anfing, entwickelte sich zu einer umfangreichen Serie aus Gürteln, Taschen, Etuis, und vielen weiteren Qualitätsprodukten. Seit 2012 entwickelt der leidenschaftliche Handwerker, zusammen mit seiner Freundin, in seiner Werkstatt in Graz, die edlen Leder-Erzeugnisse.


Was ist WerkDorf?
Eine in Österreich beheimatete Manufaktur, spezialisiert auf die Herstellung von Gebrauchsgegenständen aus vegetabil gegerbtem Leder.

Und wer seid ihr?
Das Label WerkDorf ist ein Gemeinschaftsprojekt von mir, Florian Halbwachs, und meiner Freundin, Miriam Karner.


Wie ist euer Brand entstanden?
Die Idee ist aus meiner Tätigkeit als Fahrradmechaniker heraus entstanden. Beim Restaurieren alter italienischer Rennräder musste ich oft auch die Sättel und Lenker mit Leder überziehen, dabei habe ich meine Leidenschaft für diesen Qualitäts-Werkstoff entdeckt.

Wie sah der erste Schritt zur Verwirklichung eurer Idee aus?
Wir haben Leder und Werkzeuge beim örtlichen Fachhändler gekauft und versucht, eine Satteltasche für mein Velo zu machen. Je mehr ich in die Tierhaut-Verarbeitung eintauchte, umso mehr Wissen und Erfahrung konnte ich sammeln. Entsprechend grösser wurde auch das Bedürfnis, noch mehr Produkte aus dem Naturmaterial herstellen zu können.

Wie läuft ein Gestaltungsprozess bei euch ab?
Leder, im Speziellen vegetabil gegerbtes Leder, ist ein erstaunlich unberechenbares und lebendiges Ausgangsmaterial - Skizzen und Entwürfe helfen da nicht viel.
Wir beginnen meist mit der Idee im Kopf und setzen gleich den ersten Prototypen um. Anhand dessen wird das Produkt überarbeitet, bis es passt und unseren Vorstellungen entspricht.


Verwendet ihr technische Hilfsmittel?
Nein, wir stellen alles in Handarbeit her. Das fängt bei der Entwicklung der Prototypen an und hört bei der Fertigung der Serien auf. Was unsere Arbeit prägt, ist das richtige Werkzeug und handwerkliches Geschick.

Wie kommt ihr auf neue Ideen?
Mittlerweile ist das Feedback unserer Kunden und Händler eine sehr wichtige Quelle für Ideen geworden.

Was sind eure nächsten Projekte?
Wir wollen unbedingt unser Taschen-Sortiment ausbauen. Es gibt schon einige vielversprechende Modelle, die wir bald der Öffentlichkeit präsentieren können.

Habt ihr nebenbei noch andere Jobs?
Ich habe gerade gekündigt und widme mich nun vollends unserem Label.

Könnt ihr euch vorstellen, in Zukunft auch mit anderen Materialien zu arbeiten?
Ich bin gelernter Schreiner und würde in Zukunft gerne wieder mal mit Holz arbeiten. Miriam ist gerade dabei, etwas Neues in das WerkDorf zu integrieren - dazu kann ich aber noch nicht mehr verraten.

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