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18.06.2019

«Digital Detox bei uns im Betrieb. Es gibt nämlich keinen Handy-Empfang hier draussen.»

Zeit für Brot

Seit den 70er-Jahren existiert Bio-Beck Lehman in Lanterswil. Umgeben von blühenden Apfelbäumen führt Tochter Anna den Betrieb ihrer Eltern fort, ohne auf deren Mithilfe verzichten zu müssen. Die Familie Lehmann beschäftigt rund 50 Mitarbeitende und gemeinsam produzieren sie deliziöse Confiserie- und Brotprodukte ausschliesslich mit Bio-Zutaten und lassen den Teigs auch richtig Zeit. In der Anwendung hochwertiger Produkte und hingebungsvollen Ausübung dieser traditionellen Handwerke findet Anna Antworten auf viele, moderne Essprobleme von heute. Anna…

Was ist Bio-Beck Lehmann? In ein, zwei Sätzen…
Eine mittelgrosse, handwerkliche Bäckerei im Thurgau, spezialisiert auf ein Bäckerei-Konditorei-bis-Confiserie-Gesamtsortiment und alles aus biologischen Zutaten.

Was sind die Schwerpunkte eures Sortiments?
Brot und Kuchen, so wie sie uns selber am besten schmecken.

Wie oder durch wen ist Bio-Beck Lehmann entstanden?
Andreas und Mares Lehmann haben sich 1976 nach einer Landbäckerei umgeschaut, um sich selbständig zu machen. Sie entdeckten unter vielen Angeboten die kleine Dorfbäckerei in Lanterswil und waren sich darüber sofort sicher.

Wer gehört heute zum Kernteam?
Bruder Joachim Lehmann und ich mit einem breit aufgestellten Kader. Die pensionierten Eltern helfen noch immer tatkräftig am Wochenmarkt mit und wenn aussergewöhnliche Aufgaben anfallen.

Die Lehmanns, Fotografie von Beka Bitterli

Wieso produziert ihr ausschliesslich mit biologischen Zutaten?
Ja, das ist unsere Verantwortung als Firma gegenüber der Umwelt und unseren Kunden. Wenn man ein Handwerk pflegt, bei dem so viel Arbeitsleistung notwendig ist, macht es Sinn dafür hochstehende Rohstoffe zu verwenden. Wir sehen es nicht als Einschränkung (ausser manchmal die Bürokratie), sondern es schafft einfach Klarheit, auch für die Herstellungspraxis.

Wieso braucht die Welt eure Produkte und Lösungen?
Wir pflegen traditionelle Handwerke, sind aber gleichzeitig auch sehr offen für neue Impulse und setzen dabei unser Fachwissen ein. Dies können wir erhalten, wenn wir unsere Produkte täglich verkaufen und darin konstante Übung behalten. Zum Bespiel: Getreideprodukte geniessen heutzutage nicht den besten Ruf. Deshalb sind wir überzeugt, dass die traditionelle Herstellung mit langer Triebführung, Sauerteig und die Verwendung von Bio-Getreide die richtige Antwort auf viele Probleme ist.

Welche Tools, Arbeitsweise nimmt euch die meiste Arbeit ab?
Es gibt in einer Bäckerei viele grössere Maschinen, die den physischen Arbeitsalltag erleichtern und dafür unverzichtbar sind. Wir haben: Knetmaschine, Auswallmaschine, Rundwirker, Einschiessapparat, Rührwerke, Mühle, Verpackungsmaschinen, Pelletbrenner und natürlich die Abwaschmaschinen.

Vom Einschiessapparat in den Offen und zurück

Wie kommt ihr auf neue Ideen?
Zuhören, was Kunden wünschen, ausprobieren und immer wieder besprechen. Natürlich aber auch durch Erfahrungen, die wir täglich machen, aus alten Rezepten und durch Beziehungen mit anderen Handwerkern – sogar über die Landesgrenzen hinaus. Bei unseren Produkten ist besonders schön, dass man täglich die Chance hat etwas auszuprobieren.

Wie sieht euer Arbeitsplatz aus?
Unsere Produktion ist in Holzbauweise erstellt. Es gibt viele Fensterflächen, welche den Bezug zur Natur bei der täglichen Arbeit offensichtlich machen. Am schönsten ist es, wenn eine grosse Ladung Gebackenes aus dem Ofen kommt, die Rinde frisch knackt und der Duft sich überall ausbreitet.

Am schönsten ist es, wenn eine grosse Ladung Gebackenes aus dem Ofen kommt.

Was sind eure nächsten Ideen für die Zukunft?
Hm… jetzt sind wir gerade fertig mit unserem grossen Bauprojekt, welches uns über ein Jahr auf Trab gehalten hat. Einiges musste derweil warten. Vielleicht können wir es so formulieren: Generell bündeln, alte Zöpfe aufräumen, Abläufe hinterfragen und Platz machen, für das was kommen mag.

Welche 3 Dinge empfiehlt ihr Freunden, die bei euch in der Region tun/essen/erleben/kaufen wollen?
- Ein «Blueschtfährtli» mitten durch den Thurgau, während die Obstbäume blühen.
- «Digital Detox» bei uns im Betrieb. Es gibt nämlich keinen Handy-Empfang hier draussen.
- Die lange Nacht der Bodenseegärten: Öffentliche sowie Private öffnen die Gartentüren und zeigen, was über Jahrzehnte entstanden ist.

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