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WEAR & CARE

23.05.2019

«Just do it, ist allgemein meine Philosophie. Das grösste Risiko ist keines zu wagen. »

Zweitgrösster Kontinent

Afrika als Fashion-Kontinent ist bei uns eher unentdeckt, was in Melanie Hanimanns Augen geändert werden musste und sie drum HANIMANNS gründete, die Schweizer Modeagentur für afrikanische Designer. All die Länder mit ihren farbenfrohen, musterprächtigen Kulturen und Traditionen kreieren wunderbare Designs, welche sich auch im urban Modemarkt zu behaupten wissen. Melanie findet die besten Kreationen, bringt sie nach Europa und nutzt ihre langjährige Erfahrung als modissa-Marketingleiterin, um als Kulturbindeglied zwischen zweitgrösstem Kontinent und uns zweitkleinstem zu fungieren.

Was ist Hanimanns in einem Satz?
Eine Fashion-Agentur mit der Vision, afrikanischen Designern die Türen zu öffnen.

Wer hatte die Idee dazu? 
Me, myself, and I. Leider arbeite ich noch ganz alleine für HANIMANNS.

She & herself: Melanie Hanimanns

Wie bist du darauf gekommen und wieso?
Ich besuchte die Accra Fashion Week in Ghana: Eine unglaubliche Vielfalt an guten Designern, jedoch nirgends die Möglichkeit die Designs zu kaufen. Dort gibt es leider nur sehr wenige Retail Stores, in denen Designers vertreiben können, deshalb läuft dort viel über Direktbestellung. Und um aus dem Land herauszukommen nach Europa, braucht es Geld und Visa – ein Ding der Unmöglichkeit für sie und ein Teufelskreislauf, aus dem sie nicht herauskommen und von dem sie kaum leben können.

Wie sah der erste Schritt zur Verwirklichung der Idee aus?
Just do it, ist allgemein meine Philosophie. Das grösste Risiko ist keines zu wagen. Als erster Schritt habe ich von dem Designer eingekauft, der mich als Erster überzeugte und dem seine Kreationen ich an den Käufer bringen konnte.

Wer gehört heute zum Kernteam?
Ausser meinem Unterstützer in Ghana, der mir vor allem Insights weitergeben kann und mit kulturellen Übersetzungen hilft, arbeite ich grösstenteils alleine.

Wieso braucht die Welt deine Produkte und Lösungen?
Afrika als Mainstream-Fashion-Kontinent ist hauptsächlich noch unentdeckt. Aber all seine Länder besitzen ein solch reiches Kulturgut, so viele Traditionen, dass daraus die wunderschönsten Designs und Künste entstehen. Es ist höchste Zeit deren Mode richtig kennenzulernen! Zudem ist es auch ihre Chance wieder lokale Geschäfte zu machen, ohne mit Europas Kleidersammlung konkurrenzieren zu müssen. Viele Geschäfte schliessen, weil die Kleidersammlungspreise tiefer als ihre eigenen sind.

Threaded Tribes

Deine grössten Herausforderungen?
Die Produktion. Die Designer arbeiten jeweils mit kleinen Schneiderein zusammen, welche 4 bis 12 Mitarbeiter beschäftigen, denen es oft leider an Basics, Equipment und Training fehlt, um auf europäischem Standard produzieren zu können. 

Welche Tools, Arbeitsweise nimmt dir die meiste Arbeit ab?
Planung ist die halbe Arbeit, darum würde ich sagen: Meine Agenda.

Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?
Ich habe noch kein offizielles Büro. Hier in der Schweiz trifft man mich in verschiedenen Kaffees. In Ghana bin ich oft in der Produktion.

Hannimanns Arbeitsplatz

Was sind deine nächsten Projekte?
Dieses Jahr ist das Ziel, schweizweit in möglichst vielen, kleinen Boutiques reinzukommen. Dazu bin ich auf der Suche nach einem Investor, der in den Aufbau einer richtigen Produktion investieren möchte.

Hast du nebenbei noch andere Jobs?
Ja, ich arbeite noch als Freelancer in einer Werbeagentur und an verschiedenen Marketingprojekten.

Welche 3 Dinge empfiehlst du Freunden, die bei dir in der Region tun/essen/erleben/kaufen wollen?
Schwierig zu sagen… Aber wenn mich Freunde aus dem Ausland besuchen, empfehle ich immer die Langstrasse. Ich finde diesen kleinen Ausschnitt in Zürich faszinierend, man findet alle Szenen, Kulturen und Schichten innerhalb von knapp zwei Kilometern. Der Besuch ist wie eine kleine Weltreise. Zählt die Langstrasse als drei Dinge?

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